Pressemitteilung

Pressemitteilung   Bundesgeschäftsstelle
Langemarckstr. 210
28199 Bremen

Tel.: 0421 / 598 28 8
Fax.: 0421 / 598 28 72

Pressestelle
Nernstweg 32
22765 Hamburg

Tel.: 040 / 380 892 0
Fax.: 040 / 380 892 14

Pressemitteilung  

Berlin, 31.1.2005

Redaktionen: Wirtschaft/Umwelt

Atomenergie bleibt todsicher

Morgen beginnt die Wintertagung des Deutschen Atomforums in Berlin / ROBIN WOOD fordert einen vernünftigen Energiemix mit 0 Prozent Atomstrom

Anlässlich der morgen in Berlin beginnenden Wintertagung des Deutschen Atomforums hat ROBIN WOOD die Forderung nach einem sofortigen Atomausstieg bekräftigt. ROBIN WOOD kritisiert, dass die Energiekonzerne die Produktion von Atomstrom auf Kosten der Sicherheit noch weiter gesteigert haben.

Die Atomkonzerne kommen Dienstag und Mittwoch im Maritim-Hotel zusammen, um sich selbst zu feiern und Werbung pro Atomkraft zu machen. Als wesentliches Argument für den Weiterbetrieb der AKW führen sie an, ihre Kraftwerke seien 2004 noch länger am Netz gewesen als im Jahr zuvor und hätten noch mehr Atomstrom produziert.

Für die Umwelt ist das ein Desaster - allein schon wegen der Tonnen an Atommüll, die die Meiler in 2004 produziert haben und für die es kein Endlager gibt. Außerdem verschweigen die Konzerne, dass die hohe Produktionsleistung auf Kosten der Sicherheit geht. So hat es in den 18 deutschen Atomkraftwerken während der ersten drei Quartale des vergangenen Jahres 114 meldepflichtige Störfälle gegeben. Allein im Pannen-AKW Brunsbüttel waren es 15.

Ein erheblicher Anteil der Störfälle ist hausgemacht - zurückzuführen auf Schlampereien, die im Umgang mit hochradioaktivem Material tödliche Folgen zeitigen können. Fehler bei der Bedienung, Wartung, Reparatur oder Instandhaltung waren laut Bundesamt für Strahlenschutz die Ursache für 17 Prozent aller Störfälle in 2003. Erst vergangene Woche hatten Fachleute der sicher nicht atomkritischen Internationalen Atomenergiebehörde gravierende Mängel beim Sicherheitsmanagement des von EnBW betriebenen Meilers Philippsburg II festgestellt. Der Ausbildungsstand der MitarbeiterInnen ist dem Bericht zufolge unzureichend und der Arbeitsschutz liegt unter dem europäischen Durchschnitt.

Trotz dieser offensichtlich gravierenden Mängel verstärken Betreiber und Überwachungsbehörden die Sicherheitsvorkehrungen nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Personal wird abgebaut, Arbeitsschutzmaßnahmen werden missachtet und die Revisionszeiten verkürzt.

"Die Energiekonzerne produzieren Atomstrom auf Teufel komm raus. Hauptsache, die Kasse klingelt. Die Sicherheit bleibt dabei auf der Strecke", kommentiert Bettina Dannheim, Energiereferentin von ROBIN WOOD.

Auf die Frage, welche Rolle die Atomenergie im künftigen Energiemix spielen soll, gibt ROBIN WOOD daher eine klare Antwort: Keine!


Kontakt:
Bettina Dannheim, Energiereferentin, Tel. 040 / 380 892 21, energie@robinwood.de
Ute Bertrand, ROBIN WOOD-Pressesprecherin, 040 / 380 892 22, presse@robinwood.de


Fotos von der Aktion am 1.2.2005
 

Pressemitteilung

©ROBIN WOOD      - home -